120 Jahre lang eine Bereicherung für das Dorfleben!

Das Jahr 2017 war ein besonderes Jahr für den Gesangverein Rüsselbach, denn der Verein wurde 120 Jahre alt und der aktuell singende, gemischte Chor feierte gleichzeitig 10-jährigen Geburtstag.

Nachdem vor 10 Jahren der Männergesangverein „schwächelte“, d.h. die aktiven Sänger immer weniger wurden, entschloss sich die damalige Vorstandschaft zu einem Weg weisenden Schritt. Der Verein öffnete sich für Frauen und von da an ging es mit dem Chor wieder aufwärts. Mit der Verpflichtung von Roswitha Plott als Chorleiterin gelang ein weiterer Glücksgriff, denn in den 10 Jahren ihres Wirkens entwickelte sich der Verein stetig positiv weiter. Die gesungenen Lieder wurden moderner, vielseitiger und neue Mitsänger/innen konnten gewonnen werden. Es wurden unter der Leitung von Erwin Gebhard und Karin Hammerand neue Wege eingeschlagen, so wurde erstmals am Chorfest des Fränkischen Sängerbundes in Coburg gesungen und der Chor hinterließ dort einen sehr positiven Eindruck. Deshalb war es im vergangenen Jahr auch naheliegend, dass man sich für die Durchführung eines Jubiläumskonzerts in der St. Jakobuskirche in Kirchrüsselbach entschied. Die sehr zahlreichen Gäste konnten neben dem Posaunenchor Rüsselbach unter der Leitung von Dietrich Kawohl, den befreundeten Sängern aus Etlaswind-Pettensiedel mit Stefan Sandmeier und den Gastgebern, auch dem bekannten Tenor Thomas Fahner und dem Pianisten Christoph Schmidt lauschen und sich am gebotenen Liedgut erfreuen. Die Moderatorin des Abends, Karin Hammerand, konnte durch ein sehr abwechslungsreiches Programm führen. Es reichte von der Suite No. 1 aus Peer Gynt über Hallelujah“ von Leonard Cohen, „Adieu mein kleiner Gardeoffizier“ von Robert Stolz bis hin zu kirchlichen Liedern wie „Heilig“ aus der Deutschen Messe. Den Schluss des Konzerts bildete das gemeinsam gesungene Lied „Möge die Straße uns zusammenführen“. Das Publikum geizte nicht mit lang anhaltendem Applaus. Stellvertretend für den Erfolg der Veranstaltung sei nur eine Aussage einer Besucherin angeführt, die hinterher meinte: „Mensch, des wor heit voll schee!“